Wenn im Unternehmen Ware verschwindet, Kalkulationen beim Wettbewerber auftauchen oder ein Verdacht im Raum steht, den niemand ausspricht, hilft weder Abwarten noch eine Rundmail. Wir führen bundesweit Polygraphenuntersuchungen für Unternehmen durch – freiwillig, auf einen konkreten Sachverhalt begrenzt und mit schriftlichem Bericht. In den meisten Fällen geht es dabei nicht darum, jemanden zu überführen, sondern darum, einen Kreis von Verdächtigen wieder aufzulösen.
Wann Unternehmen uns beauftragen
- Warenschwund und Inventurdifferenzen in Lager, Logistik und Einzelhandel
- Kassendifferenzen in Gastronomie, Handel und Dienstleistung
- Abfluss vertraulicher Daten – Kalkulationen, Kundenlisten, Rezepturen, Konstruktionsunterlagen
- Korruption und Kickbacks im Einkauf, Absprachen mit Lieferanten
- Abrechnungsbetrug bei Spesen, Arbeitszeiten oder Materialverbrauch
- Sabotage und mutwillige Beschädigung von Betriebsmitteln
- Verstöße gegen Verschwiegenheits- und Wettbewerbsverbote
- Entlastung einzelner Mitarbeiter, die unter einem unbegründeten Verdacht stehen
Was Sie bekommen
- Kostenfreies Vorgespräch, in dem wir offen sagen, ob eine Untersuchung in Ihrem Fall etwas bringt
- Gemeinsam abgestimmter Fragenkatalog, streng auf den Sachverhalt begrenzt
- Kombinierte Untersuchung mit Polygraph, EyeDetect und StimulTest
- Schriftlicher Bericht mit Ergebnis je Frage, in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden
- Termine bundesweit – in Ihren Räumen, in einem neutralen Besprechungsraum oder bei uns
- Vollständige Vertraulichkeit: Der Bericht geht ausschließlich an die vorab benannten Personen
So läuft es ab
- Vorbesprechung. Sie schildern den Sachverhalt, wir klären den Personenkreis, den Zeitraum und das Ziel. Kostenfrei, auch telefonisch.
- Fragenkatalog. Aus dem Verdacht werden präzise, prüfbare Fragen. Drei bis vier Themenfragen pro Untersuchung.
- Vorgespräch und Einwilligung. Jede Testperson sieht alle Fragen vorab im Wortlaut und unterschreibt die Einwilligung. Es gibt keine Überraschungsfragen.
- Messung. Atmung, Hautleitfähigkeit und Herz-Kreislauf-Reaktionen, ergänzt um EyeDetect. Zwei bis drei Stunden pro Person.
- Auswertung und Bericht. Standardisiertes Punktesystem plus algorithmische Zweitbewertung, danach schriftlicher Bericht.
Rechtssicher aufgesetzt
In Deutschland ist ein Polygraphentest im Unternehmen zulässig – aber ausschließlich freiwillig. Niemand darf verpflichtet werden, und eine Ablehnung darf keine Nachteile haben. Wir arbeiten deshalb nur mit schriftlicher, ausdrücklicher Einwilligung, klar begrenztem Fragenkatalog, vereinbartem Löschkonzept und, sofern ein Betriebsrat besteht, mit dessen Einbindung. Was das im Einzelnen bedeutet, lesen Sie in unserem Ratgeber unten.
Ebenso offen sagen wir, wo die Grenzen liegen: Vor Gericht ist ein Polygraphenergebnis nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in aller Regel nicht verwertbar. Der Wert der Untersuchung liegt in der internen Klärung – dort allerdings ist er erheblich.
Preise für Unternehmen
- Untersuchung vor Ort – ab 550 € pro Person, inklusive Polygraph, EyeDetect, StimulTest und schriftlichem Bericht
- Online-Test mit VerifEye – ab 299 €, rund fünf Minuten, per Smartphone oder Laptop, geeignet als schnelle Vorauswahl oder bei Standorten im Ausland
- Bei mehreren Personen am selben Standort ist eine Staffelung möglich
Die vollständige Übersicht finden Sie auf der Seite Preise, die Standorte unter Lügendetektortest in Deutschland.
Ratgeber für Unternehmen
- Polygraph im Unternehmen: Was ist in Deutschland rechtlich erlaubt? – BGH-Rechtsprechung, § 26 BDSG, Art. 9 DSGVO, Betriebsrat und eine Checkliste
- Mitarbeiterüberprüfung mit dem Polygraphen – Ablauf Schritt für Schritt, eingesetzte Verfahren, Kosten und häufige Fehler
- Polygraph beim Bewerbungsgespräch: Welche Fragen sind erlaubt? – Fragerecht des Arbeitgebers und warum Bewerberscreening in Deutschland nicht funktioniert
- Überprüfung von Haushaltspersonal und Nannys – für private Auftraggeber mit Betreuungs- und Pflegekräften
Häufige Fragen
Darf ein Arbeitgeber einen Lügendetektortest anordnen?
Nein. Die Teilnahme setzt eine freiwillige, ausdrückliche und schriftliche Einwilligung voraus, die jederzeit widerrufen werden kann. Eine Ablehnung darf keine Nachteile haben.
Wie schnell ist ein Termin möglich?
In der Regel innerhalb weniger Tage. Termine sind bundesweit möglich, auf Wunsch auch am Wochenende.
Wie viele Personen können an einem Tag geprüft werden?
Drei bis vier, da jede Untersuchung inklusive Gesprächen zwei bis drei Stunden dauert. Bei größeren Gruppen planen wir mehrere Termine.
Was kostet eine Untersuchung für Unternehmen?
Ab 550 € pro Person vor Ort, inklusive Polygraph, EyeDetect, StimulTest und schriftlichem Bericht. Der Online-Test mit VerifEye beginnt bei 299 €.
Erhält der Mitarbeiter das Ergebnis ebenfalls?
Das legen wir vorab gemeinsam fest. In der Praxis ist es sinnvoll, dass die Testperson ihr eigenes Ergebnis erfährt – gerade bei einem unauffälligen Befund.
Typische Risikoprofile nach Positionen
Aus der Praxis: Je nach Position unterscheiden sich die Risiken, die eine polygraphische Überprüfung sichtbar machen kann. Alle Untersuchungen erfolgen ausschließlich freiwillig und mit schriftlicher Einwilligung der getesteten Person.
Vertriebsleitung
Weitergabe geschäftsrelevanter Informationen an Wettbewerber · verdeckte Verlängerung von Zahlungsfristen zur Erfüllung von Zielvorgaben · zweckfremde Verwendung von Kundenanreizen · Abwerbung von Kunden zu einem eigenen oder nahestehenden Unternehmen.
Finanzdirektion und leitende Buchhaltung
Informationsweitergabe ohne interne Genehmigung · Zusammenarbeit mit Banken unter Korruptionsverdacht · Veruntreuung von Unternehmensmitteln oder Manipulation von Gehaltsabrechnungen · Missbrauch von Unterschriftsvollmacht und Firmensiegeln.
Einkaufsleitung
Datenabfluss an Wettbewerber · verheimlichte Bestechungsgelder von Lieferanten · Beschaffung über eigene, vorgeschobene Unternehmen · bewusst überhöhte Einkaufspreise.
Produktionsleitung und leitende Ingenieure
Weitergabe vertraulicher Geschäftsinformationen · manipulierte Produktionszeiten und Kennzahlen · Scheinleistungen externer Dienstleister · private Nutzung betrieblicher Produktionsmittel.
Leitung der Unternehmenssicherheit
Unautorisierter Informationsfluss an Mitbewerber oder Kontrollinstanzen · Beteiligung an Diebstahl von Waren und Materialien · Schmiergelder in der Zusammenarbeit mit externen Sicherheitsdienstleistern · Einstellungen nach persönlichen Verbindungen statt Eignung.
Weitere typische Anlässe
Mitarbeiter mit Kündigungsabsicht: Klärung der tatsächlichen Wechselgründe – etwa geplante Gründung im selben Tätigkeitsfeld oder Wechsel zur Konkurrenz. Innerbetriebliche Konflikte: objektive Klärung von Verantwortlichkeiten – zwischen Führungskräften, zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, mit Geschäftspartnern oder Kunden.
Sprechen wir über Ihren Fall
Rufen Sie an unter +49 176 74883808 oder schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Das Vorgespräch ist kostenfrei und unverbindlich. Wenn eine Untersuchung in Ihrem Fall nicht das richtige Mittel ist, sagen wir Ihnen das – und warum.